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GENERATIONEN WECHSEL

Ein Vierteljahrhundert nach der Gründung des GKML-Zyklus gibt Gerhard Pawlica die Leitung weiter: an das Musikerpaar Brigitte Lang und Stefan Pavlik. Hier stellen sich die beiden Ihnen vor – und freuen sich, Sie alle kennenzulernen.

Katharina Thalmann: Brigitte und Stefan, könnt ihr euch gegenseitig kurz vorstellen?

 

Brigitte Lang: Ich kenne ausser Stefan kaum einen Menschen, der sich für so viele verschiedene Musikrichtungen begeistern lässt. Beruflich widerspiegelt sich das auch in der Konzertagentur Müller&Pavlik, welche verschiedenste innovative Ensembles und Projekte vermittelt. Privat reicht das Spektrum dann noch weiter, auch inspiriert durch seine musikalische Tätigkeit als Schlagzeuger am Drumset. Er kann unglaublich für eine Sache leben – und diese auch vermitteln. Ich bin sehr froh, dass er vor zehn Jahren zusätzlich zu seiner Leidenschaft für die Nordsee und seine damalige Heimat Sylt mit mir zusammen die Schweizer Bergwelt entdeckt hat.

 

Stefan Pavlik: Brigitte ist meine geliebte Frau, Partnerin und Mutter unserer gemeinsamen Tochter. Zudem ist sie wunderbar für meine ältere Tochter. Brigitte spielt fantastisch Geige und hat eine sehr feinfühlige Sensorik für Musik, Menschen und Kunst. Wir haben uns 2012 bei einem Konzert kennengelernt und ich habe vom ersten Augenblick erkannt, welch besonderer Mensch sie ist. Da wurde das Konzert sehr schnell zu Nebensache. Dafür haben wir Konzerte seither umso mehr zu unserem Lebensmittelpunkt gemacht.

KT: Was war eure Motivation, den Zyklus zu übernehmen?

 

BL: Die Kammermusikreihe bietet eine einzigartige Kombination aus nationalen und internationalen, renommierten und aufstrebenden Ensembles sowie Kammermusikensembles von Luzerner Persönlichkeiten. Diesen vielseitigen und fantasievollen Konzertzyklus in dem für Kammermusik geschaffenen Marianischen Saal zu erhalten, erachte ich grade in der heutigen Zeit als sehr wertvoll. Und zwar sowohl für die Musiker:innen als auch für das langjährige, treue Publikum.

SP: Ich werke und wirke seit meiner Studentenzeit für Konzerte. Zu allen Künstler:innen, mit denen ich zusammenarbeite, habe ich ein persönliches Verhältnis. Das finde ich sehr wichtig, denn zusammen machen wir Musik und Konzerte möglich. Der Zyklus im Marianischen Saal hat etwas sehr Persönliches – mit dem Publikum und mit den Künstler:innen. Dieser Aspekt und das persönliche Verhältnis zum Gründer Gerhard Pawlica haben mich dazu bewogen, den Zyklus mit Brigitte zu übernehmen.

KT: Was ist euch für eure erste Saison wichtig?

 

BL: Die langjährige Tradition und die persönliche Atmosphäre weiterzuführen und gleichzeitig neue Ideen und Konzepte einfliessen zu lassen. Wir möchten ein breites Publikum von Jugendlichen über Studierende bis zu Kammermusikliebhaber: innen und Neueinsteiger:innen begeistern!

 

SP: Ich hoffe, dass unsere Begeisterung auf’s Publikum überspringt. Deswegen haben wir ein Programm aufgestellt, hinter dem wir mit voller Überzeugung und Herzblut stehen. Wir wollen jedes einzelne Konzert zum Erlebnis für alle machen: Für unser Publikum, für unsere Musiker:innen und alle, die hinter der Bühne helfen.

KT: Worauf freut ihr euch am meisten?

 

BL: Ich freue mich riesig auf alle Konzerte und auf die Momente, wenn Musiker:innen, Publikum und Saal zu einem musikalischen Ganzen verschmelzen.

 

SP: Ich freue mich auf den Moment, wenn am 29. Oktober um 18.30 Uhr das Saallicht im Marianischen Saal gedimmt wird, um die Bühne einzuleuchten – kurz bevor die Musiker:innen des ersten Konzertes auftreten. Wenn es kurz ganz ruhig wird im Saal. Das ist der Moment, wo für den Zyklus eine neue Ära beginnt.

KT: Habt ihr eine Lieblingskammermusik?

 

BL: Für mich ist das Tschaikowskis Streichquartett Nr. 3 in es-moll op 30. Der langsame Satz ist für mich einer der schönsten der Musikgeschichte aber auch einer der traurigsten... Und dann kommt der letzte Satz, der bekräftigt, dass bei allem Kummer das Leben doch weitergehen muss. Hoffentlich findet das Werk bald auch mal einen Platz im GKML-Programm!

 

SP: Bis jetzt noch nicht, denn es wird ja noch so viel Neues kommen! Allein das Repertoire unserer Ensembles im Zyklus 2022/23 birgt so viele Neuentdeckungen, auf die ich wahnsinnig gespannt bin. Müsste ich mich aber jetzt entscheiden, so würde ich sicher bei den Streichquartetten des 19. und 20. Jahrhunderts fündig.

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Saison 2022/23